Die meisten Menschen kennen Albinoni wohl primär durch ein Stück, das eigentlich nicht vom Komponisten stammt: Das berühmte »Adagio g-Moll« hat sein Biograph Remo Giazotto im 20. Jahrhundert zusammengesetzt; angeblich nach einer Vorlage von Albinoni. Der echte Albinoni kann anderswo gefunden werden – zum Beispiel in der jetzt vollständigen Herausgabe aller zwölf Balletti a tre op. 3 (1701)!
Genau diese zwölf Werke liegen jetzt endlich vor, die in der Zusammenarbeit von Reiner Kontressowitz, Katharina Pfretzschner und mir beim Verlag Klaus-Jürgen Kamprad erschienen sind. Es handelt sich um zwölf Einzelhefte für zwei Violinen, Violoncello und Cembalo, jeweils als Partitur, dazu separate Stimmen. Dieser Zuschnitt ist Absicht, denn diese Musik gehört aufs Notenpult und nicht nur ins Bibliotheksregal!
Ich möchte allen Beteiligten meinen Dank aussprechen: In Freundschaft danke ich der Mitherausgeberin und Musikwissenschaftlerin Katharina Pfretzschner für die ausdauernde Mitarbeit in allen Phasen des nicht immer leichten Arbeitsprozesses. Vor allem danke ich ihr für ihre unglaubliche Auffassungsgabe, ihr scharfes Auge und die Expertise zur Literatur und – natürlich – für die wunderbare Aussetzung der Bezifferungen zu jedem Balletto. Ich danke weiterhin Reiner Kontressowitz, einen Musikwissenschaftler, den ich für seinen phänomenalen Arbeitseifer und seine Reflektiertheit stets bewundere. Mit seinen Albinoni-Editionen schuf er den fruchtbaren Boden für dieses Projekt. Ich danke ihm für die beträchtliche Vorarbeit und den Impuls, das Projekt weiterzuführen sowie für alle Gespräche und die freundschaftliche Verbundenheit.
Schließlich danke ich dem Verlag Klaus-Jürgen Kamprad, unserem Lektor und allen Beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geduldige Begleitung.
Ach ja! Und natürlich Albinoni, der um 1701 offenkundig sehr gute Laune hatte.
Alle zwölf Hefte gibt es hier: vkjk.de
